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15.03.2021 Kundgebung

Polizeigewalt heißt für viele Menschen täglich vermeintlich „verdachtsunabhängige“ Polizeikontrollen, unangemessene Taschenkontrollen und Durchsuchungen im öffentlichen Raum, Platzverweise und öffentliche Demütigung.

Diese Kontrollen sind oft nur Ausgangspunkt für weitere Gewalt, die nicht selten tödlich endet, wie letzte Woche in Delmenhorst. Für Schwarze Menschen, Menschen of Color, Migrantinnen, migrantisierte Personen, Romnja und Sintizze, Queere Personen, Flintas, arme und wohnungslose Menschen sowie Sexarbeiter*innen sind diese Erlebnisse Alltag. Das ist Rassismus!

Polizeigewalt heißt auch direkte körperliche Angriffe, massive körperliche Gewalt und Misshandlung durch Beamten:innen. Polizeigewalt heißt auch im Polizeieinsatz, oder Gewahrsam zu sterben, wie Qosay Saddam Khalaf erst letzte Woche.

Rassistische Polizeigewalt passiert und zwar überall! Überall sterben Menschen in Folge dieser Polizeigewalt. Aber es gibt auch immer wieder starke Widerstände dagegen.
Auch in Frankfurt wurden rassistische Polizeikontrollen in der Innenstadt nicht einfach hingenommen, sondern durch öffentliche Proteste skandalisiert und sich kämpferisch der Raum zurückgeholt. Diese Widerstände gibt es auch schon lange und wir bleiben laut!

Lasst uns dieses Jahr am 15. März zusammen zeigen, dass rassistische Polizeigewalt keine Einzelfälle sind, sondern erst durch den institutionellen Rassismus innerhalb der Polizei ermöglicht werden!
Lasst uns zusammen zeigen, dass wir die Opfer von Polizeigewalt nicht vergessen!
Erinnern heißt kämpfen! Wir nennen ihre Namen und geben nicht auf!

15. März ist jeden Tag!

Wir möchten euch einladen am Montag, den 15. März zur Kundgebung auf den Opernplatz zu kommen! Wir bitten euch achtsam und respektvoll miteinander umzugehen und Perspektiven von Betroffenen ernst zu nehmen. Wir wollen gemeinsam einen Raum schaffen in dem jegliche Diskriminierungsformen keinen Platz haben! Passt gegenseitig auf euch auf! Bringt eure Masken mit und haltet die Abstände ein.

15. März 2021: Aufruf

Der 15. März ist der internationale Tag gegen Polizeigewalt!
Wir wollen auch dieses Jahr zusammen mit anderen Gruppen aus Frankfurt diesen Tag für Aufklärung und Widerstand nutzen.


Da coronabedingt große Versammlungen schwierig sind, wollen wir ein Video produzieren, dass sich mit der alltäglichen Realität von Polizeigewalt, Racial Profiling und anderer rassistischer Polizeibrutalität befasst.


Dafür möchten wir gerne auch eure Stimmen hören und euch ermuntern eure Erfahrungen, Gedanken und euer Wissen mit uns zu teilen.
Eure Beiträge möchten wir gerne in einem Video über Social Media veröffentlichen. Also sagt und zeigt in euren Videos nichts, was ihr nicht veröffentlicht haben möchtet.
Mögliche Fragen, die ihr als Orientierung nutzten könntet, sind:

– Was bedeutet Sicherheit für dich?
– Wo fühlt ihr euch sicher? Wie beobachtest du das Verhalten der Polizei und Kontrollen?
– Widerstände gegen polizeiliche Maßnahmen, Widerstände gegen Racial Profiling?
– Widerstände in Familien, Freund*innenkreis, Empowerment
– “Gefährliche Orte” Sicherheitszonen, wo Leute vorwandslos kontrolliert werden können.

Schickt uns bitte bis zum 28.02.2021 um 23:59 eine Video-, oder eine Audio-Botschaft, je nach dem ob ihr gesehen werden wollt, mit einer Länge von 30 Sekunden bis zu 1 Minute. Falls ihr ein Video macht, sollte es im Querformat aufgenommen werden. Am besten können wir es verwenden, wenn es mit möglichst hoher Auflösung und möglichst ruhiger Kameraführung aufgenommen wird.

Bitte sendet uns eure Botschaften als Datei an info(at)copwatchffm.org zu, damit wir sie problemlos weiterverarbeiten können.

Wir versuchen auf jeden Fall so viele Einsendungen wie möglich zu veröffentlichen. Falls wir aber ganz viele Beiträge zugesendet bekommen, kann es passieren, dass wir nicht alle miteinbeziehen können.


Wir freuen uns auf eure Beiträge!

15.März 2020

#15MRZ online

Auf der Newsseite werden wir in de nächsten Tagen einige Redebeiträg der geplanten Veranstaltung bereitstellen.

***Keine Kundgebung am 15MRZ***

Wegen des sich ausbreitenden Corona-Virus und aus Verantwortung und Solidarität mit den davon gefährdeten Menschen, sagen wir die Kundgebung am 15.3., dem Internationalen Tag gegen Polizeigewalt, ab.
“We look out for each other” heißt aufeinander aufpassen. Nicht nur bei rassistischen Polizeikontrollen, sondern bei jeglicher Form von Verletzlichkeit.

Einige Redebeiträge der Kundgebung werden wir wohl in den nächsten Tagen veröffentlichen auf http://15mrz.org

Stop Racial Profiling!
15.März ist jeden Tag!

Facebook Event

Twitter Page mit aktuellen Infos

Doku Video des Tages 15.03.2019:

 

Zum Mobi Video gehts hier lang:

https://www.veoh.com/watch/v141925759bprNJ9kA

Internationaler Tag gegen Polizeigewalt

15.März 2019
17 Uhr Konstablerwache (Marktplatz)

Protest – Aktionen – Kunst

Stop Racial Profiling!
Polizeigewalt heißt für viele Menschen tägliche vermeintlich „verdachtsunabhängige“ Polizeikontrollen, unangemessene Taschenkontrollen und Durchsuchungen im öffentlichen Raum, Platzverweise und öffentliche Demütigung. Es ist dabei offensichtlich, dass die Polizei das Aussehen und die Hautfarbe benutzt, um zu entscheiden, wen sie kontrolliert. Die Kontrollen sind oft nur Ausgangspunkt für weitere Gewalt, die nicht selten tödlich endet. Für Schwarze Menschen, Menschen of Color, Migrant*innen, Roma, arme und wohnungslose Menschen, Sexarbeiter*innen, viele Queers und Trans*-Personen sind diese Erlebnisse Alltag. Das ist Rassismus!

„Gefährliche Orte“?!
Insbesondere belebte Innenstadtgebiete wie Konstablerwache, Hauptwache oder das Bahnhofsviertel werden so für viele Menschen zu gefährlichen Orten, da sie hier oftmals von hochgerüsteten Polizist*innen aus der Menge herausgepickt, bloßgestellt, isoliert und kontrolliert werden. Ironischerweise nutzt die Polizei genau den Begriff der „gefährlichen Orte“ als Grundlage für ihre sogenannten „verdachtsunabhängigen“ Kontrollen. Welche Orte die Polizei als gefährlich einstuft, kann man nur mutmaßen, denn darüber schweigt sie. Deshalb sagen wir: „Gefährliche Orte“ abschaffen!

Einzelfälle? Institutioneller Rassismus!
Im Zuge der Ermittlungen um den sogenannten „NSU 2.0“, die im engen Zusammenhang mit dem Polizeirevier 1 in Frankfurt stehen, wird oft von „Einzelfällen“ rassistischer Polizist*innen gesprochen. Das ist zu kurz gedacht! Institutioneller Rassismus ist in der Art, wie Gesetze formuliert sowie angewendet werden und wie der Beruf Polizist*in funktioniert, fest verankert. Dagegen protestieren wir!

Den Opfern von Polizeigewalt gedenken
Sie sind nicht vergessen. Wir nennen ihre Namen. Erinnern und Gedenken sind nicht nur für Communities of Color sondern für die gesamte Gesellschaft von Bedeutung.
Remembering means fighting!

Wessen Sicherheit?
Wir möchten über Alternativen zu Polizei sprechen und nachdenken. Denn die Polizei verspricht zwar Sicherheit, stellt aber für viele das genaue Gegenteil dar: Gewalt und Bedrohung. Somit steht sie nicht für den Erhalt, sondern die Bedrohung einer Gesellschaft der Vielen. Lasst uns für eine Gesellschaft einstehen in der Gerechtigkeit und Sicherheit nicht durch Gewalt hergestellt werden!

Wo Unrecht geschieht, gibt es Widerstand!
Sei es die ‚Initiative in Gedenken an Oury Jalloh‘, die ‚Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt‘ die Organisierungen von Geflüchteten gegen das rassistische Grenzregime oder die ‚Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland‘. Wir sind hier!

Vom Staat fordern wir:
• Ein Ende aller rassistischen Polizeikontrollen
• Eine Kennzeichnungspflicht für Polizist*innen immer und überall
• Eine systematische Auseinandersetzung mit dem institutionellen und alltäglichen Rassismus in Polizei, Justiz und anderen staatlichen Behörden
• Die Einführung unabhängiger Untersuchungs- und Kontrollinstanzen,
die von den betroffenen Communities koordiniert werden
• Die Abschaffung des Verfassungsschutzes

Die Zivilgesellschaft fordern wir auf:
• Gemeinsam Verantwortung zu übernehmen
• Die Polizei kritisch zu beobachten und sich rassistischen Handlungen entgegenzustellen, ob im Stadtteil, in der Bahn, auf der Straße, in der Schule oder am Arbeitsplatz

We look out for each other!
Damit wir als Viele den 15.3. gemeinsam begehen können, bitten wir euch achtsam und respektvoll miteinander umzugehen und Perspektiven von Betroffenen ernst zu nehmen. Wir wollen gemeinsam einen Raum schaffen in dem Rassismus, Heterosexismus, Homo- und Transphobie, Antisemitismus, Rassismus gegen Roma, Diskriminierung von Men-
schen, die von der Gesellschaft be_hindert werden keinen Platz haben!

BÜNDNIS #15MRZ

Flyer 15 MRZ FINAL für VOICE DESIGN

** Hier geht’s zur Dokumentation des Tages. 2018 **

Am 15. 03.2018 begehen wir zum ersten Mal in Frankfurt den internationen Tag gegen Polizeigewalt. Am 15. März 1997 wurde der Tag erstmals von der Initiative Collectif Opposé à la Brutalité Policière (C.O.B.P.) initiiert und dem Gedenken der Betroffenen und Opfer von Polizeigewalt gewidmet.

Wir werden daher an 4 Stationen im öffentlichen Raum der Frankfurter Innenstadt Aktionen stattfinden. Lasst uns gemeinsam Performances und Installationen erleben, diskutieren und kreativ gegen rassistische Polizeiarbeit intervenieren.

Programm #15MRZ

12 – 14 Uhr: Hauptwache

Images of Resistance

Beschreibung: Mehrere Performer*innen versammeln sich an der Hauptwache und greifen
Haltungen, individuelle und kollektive Bilder von Widerstandsbewegungen
auf. Eine Performance im öffentlichen Raum, die Gesten, Posen und Bilder
des Widerstandes aufgreift.

14 – 16 Uhr: Willy Brandt Platz

Kein Vergessen – Erinnern und Gedenken

Auch in Deutschland können Polizeikontrollen, – einsätze und Festnahmen für die Betroffenen tödlich enden. Gemeinsam erinnern und gedenken wir der vielen, deren Namen selten genannt werden. In Wortbeiträgen unterschiedlicher Initiativen und einer Performance aller Anwesenden halten wir die Erinnerung wach. Eine Erinnerung, die nicht nur für die Communities of Color, sondern für die gesamte Gesellschaft von Bedeutung ist.

16 – 18 Uhr: Niddastr. / Ottostraße

Alltäglicher Ausnahmezustand – performative Kundgebung

Beschreibung: Im Bahnhofsviertel sind Rassismus und Polizeigewalt in Form von racial profiling allgegenwärtig. Deshalb soll hier die Kreuzung Niddastr./Ottostr. als Ort struktureller, rassistischer Polizeigewalt sichtbar gemacht und Menschen der Raum gegeben werden, ihre
unterschiedlichen Erfahrungen zu teilen. Gleichzeitig soll durch
kostenloses Essen, Getränke und Musik ein Ort des solidarischen
Miteinanders geschaffen werden.

19 – 21 Uhr: KoZ, Studierendenhaus  Mertonstraße 26, 60325 Frankfurt am Main

Podiumsdiskussion

No need for Police? Perspektiven der Polizei- und Strafrechtskritik
 
Wäre weniger Polizei nicht vielleicht besser für alle? Gegen die Forderung nach mehr Sicherheit, gegen die Kriminalisierung bestimmter Personen und Milieus, gegen die Ausweitung polizeilicher Kontrollen diskutieren wir solidarische und bereits praktizierte Alternativen zur Polizei- und Strafpraxis.
 
Moderation: KNAS

An allen Stationen werden wir, Personen aus dem Bündnis #15MRZ ansprechbar sein, zudem wird ein Awarenessteam vor Ort sein. Wir werden versuchen den von uns allen genutzen öffentlichen Raum so sicher wie möglich zu machen.

Im Rahmen der Mobilisierung wird es Auftaktveranstaltungen geben bzw. Veranstaltungen auf denen der Abend angekündigt und beworben wird.

Das sind unter Anderem:

15.02.2018

Soli-Barabend im Klapperfeld mit Djs & Sneak Preview(!), Klapperfeldstr. 5 ab 21 Uhr

18.02.18

Kafä goes Art Attack- Kaffee, Chai und Kunst
Im IZ  im Gallus, Beginn 16 Uhr (Essen und Veranstaltung), Koblenzer Str. 17

Eine Veranstaltung des Kafä-Kollektivs, einer Gruppe von migrantischen Antirassit*innen und und ihren Freund*innen.

10.03.18

Vertuschen ist nicht – Polizeigewalt öffentlich machen – auf zum 15.März

Film “Tod in der Zelle”

19 Uhr Kapelle, Schloßstr. 66 Offenbach

17.03.18

Everyday I’m Hustlin’- Was tun gegen die Uniformierte Bedrohung?
Im IZ, Beginn 17 Uhr (Essen), 18 Uhr (Veranstaltung), Koblenzer Str. 17

Eine Veranstaltung des Kafä-Kollektivs, einer Gruppe von migrantischen Antirassit*innen und und ihren Freund*innen.